Fast 150 Bürgerinnen und Bürger besuchten am 25. Januar die Wahlkampfver-anstaltung der SPD Erbendorf‑Wildenreuth in der Stadthalle – deutlich mehr, als das Team um Bürgermeisterkandidatin Petra Thomas erwartet hatte. Aufgrund des unerwartet großen Andrangs mussten kurzfristig zusätzliche Stühle herangeschafft und weitere Tische aufgebaut werden. Sogar die Trennwände des Saals wurden geöffnet, um allen Gästen Platz zu bieten. Das große Interesse zeigte klar, wie sehr die Weiterentwicklung der Stadt viele Menschen bewegt. Als Ehrengast war Gertrud Malz‑Schwarzfischer, amtierende Oberbür-germeisterin von Regensburg und langjährige berufliche Wegbegleiterin von Petra Thomas, zu Gast. In ihrem Grußwort hob sie die Bedeutung einer ange-messenen Repräsentanz von Frauen in politischen Ämtern hervor und würdigte die Entscheidung von Petra Thomas, für das Bürgermeisteramt anzutreten.
Souverän und mit angenehmer Leichtigkeit führte Kevin Meyer als Moderator durch den Abend. Viele Anwesende nahmen aus der Veranstaltung mit, dass Veränderungen auch ohne große Investitionen möglich sind – wenn man sie realistisch, Schritt für Schritt und mit einem klaren Blick für Machbarkeit angeht. Die vorgestellten Ideen machten deutlich, dass Erbendorf sowohl organi-satorisch als auch gesellschaftlich vorangebracht werden kann, wenn moderne Lösungsansätze und eine kooperative Arbeitsweise konsequent verfolgt werden.
Großen Zuspruch erhielt die persönliche Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten der SPD‑Liste. Sie präsentierten ihre beruflichen Hintergründe sowie ihre Motivation für die Kandidatur und zeigten damit eindrucksvoll die Vielfalt ihrer Kompetenzen. Die Bandbreite reicht von Metallbau, Architektur und Pflege über Steuerfach und Verwaltung bis hin zu Bildungswesen, Automobilzuliefererbranche und Betriebswirtschaft. Diese Vielfalt an beruflichen Erfahrungen eröffnet wertvolle Perspektiven für kommunale Entscheidungs-prozesse und unterstreicht, dass Kommunalpolitik vom Engagement unterschiedlichster Berufs- und Lebensbereiche lebt.
In ihrer Rede zeichnete Petra Thomas ein sachliches und zugleich zuversichtliches Bild der aktuellen Situation der Stadt. Sie machte deutlich, dass in den kommenden Jahren kaum Spielraum für große Investitionsprojekte besteht. Dennoch zeigte sie auf, wo vor-handene Handlungsmöglichkeiten liegen und wie diese genutzt werden können. Konkret ging sie auf zentrale kommunalpolitische Aufgaben ein – darunter die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026 sowie die Weiterentwicklung der kom-munalen Wärmeplanung. Zudem plädierte sie für eine konstruktive politische Kultur. Die Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre hätten zu Verunsicherung geführt, doch sie zeigte sich überzeugt, dass ein sachorientierter Umgang wieder möglich ist.
Die hohe Beteiligung, die respektvolle Atmosphäre und die klaren Botschaften des Abends machten deutlich, dass Erbendorf nicht durch große Bauprojekte, sondern durch viele ent-schlossene, realistische Schritte vorankommt. Mit einem neuen Geist der Zusammenar-beit, dem Mut zu modernen Lösungen und dem Fokus auf das Machbare könne Erbendorf wieder wachsen – finanziell wie gesellschaftlich.
Zum Abschluss stellte SPD‑Landratskandidat Muhammet Dal in einer engagierten Rede seine politischen Schwerpunkte vor. Er betonte seine tiefe Verbundenheit mit dem Land-kreis und die Bedeutung der Menschen, die hier leben. Besonders hob er seine klare Haltung für Solidarität und soziale Gerechtigkeit hervor – zentrale Werte sozialdemokratischer Politik. Ein besonderes Anliegen ist ihm zudem die Sicherstellung einer verlässlichen Gesundheitsversorgung im Landkreis.